erfolg hat wer mit liebe führt

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Schlagwörter:
Erfolg (Wirtschaft)
Mitarbeiterführung
Personalentwicklung
Unternehmensführung
Unternehmenskultur
Wertschätzung
Kurztext
Mitarbeiterführung neu gedacht
Zusatztext
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Endlich glücklich arbeiten - Potenzialentfaltung fördern

Wenn Vorgesetzte ihre Mitarbeiter dazu anleiten, über sich hinauszuwachsen und besser zu werden als sie selbst, entsteht eine wunderbare Unternehmenskultur: Erfolg und Glück ist allen Beteiligten garantiert.

Wie ein solches Unternehmen tickt, in dem sich Mitarbeitende am Sonntag schon auf Montag freuen, zeigt der Ausnahmeunternehmer Mike Fischer. Seit er "Liebe" als zentralen Baustein in seine unternehmerische Philosophie integriert hat, entwickelt sich eine unvorstellbare Dynamik in seinen Unternehmen, die zu unternehmerischer Spitzenleistung führt.

Hier berichtet er offen über seine Strategien und Prinzipien, ohne die Rückschläge zu verheimlichen, die überwunden werden müssen, wenn ein grundlegender Kulturwandel eingeleitet werden soll.
Inhaltsverzeichnis
1 Bedeutsam führen 9

2 Der Egoismus - Ich bin ja sooo wichtig 19
Die Hähne - Wir müssen den Egoismus erst verstehen, um ihn abzulegen 19
Niemand kommt als Egoist auf die Welt - Warum Helfen ein natürlicher Zustand ist 21
Drei Fahrschüler stehen rum - Warum die Egoismus-Kultur allen schadet 28
Tunnelblick - Was uns alles in den Egoismus treiben kann 33
Morgens um acht - Die überholte "Ich-Meeting"-Kultur 37
Frisurencomputerberatung - Von dem Friseur, der nicht wollte, wie ich wollte 41
Eins gleich sechs - Wie Lob und Tadel vieles verderben 46

3 Die Sackgasse: Wie Einzelkampf Sinnlosigkeit produziert 51
Doofheit oder Klarheit? - Warum Liebe und Fürsorge wichtiger sind als Geld 51
Hintenrum - Was passiert, wenn jemand mit seinem Frust hinterm Berg hält 54
Trennung ohne Happy End - Wenn dem Fußbodenleger im Winter gekündigt wird 59
Hauptsache Aufmerksamkeit - Wenn Klickzahlen wichtiger werden als Werte 63
Die Zeit der Einzelkämpfer ist längst vorbei - Wem der Schwarm folgt 66
Machtspiele oder Brücken bauen - Was uns trennt oder zusammenführt 70

4 Die persönliche Klarheit: Wie Mitarbeiter und Chefs sich weiterentwickeln 73
Sag mir bitte, was du willst! - Warum auch die Mitarbeiter sagen müssen, was sie brauchen 73
Wir können andere nicht motivieren - schon gar nicht mit Belohnungen 78
A oder B? - Warum wir radikale Entscheidungen brauchen 85
Meine neun Wege zur Exzellenz - die persönliche Klarheit ist die Basis 93
Die persönliche Standortanalyse - Klar werden 113
Sei still und geh! - Mein Umgang mit "Hatern" im Netz 115
Wann ist ein Unternehmen erfolgreich? - Meine persönliche Definition und die finanzielle Seite 119
Was mein Beckenrand war, muss heute dein Zehnmeterturm sein - Von anderen lernen 124

5 Das Klima des Vertrauens - Sicherheit und Geborgenheit schaffen 130
Messenger-Dienst und "Daumen hoch" in der Führungskräftesitzung - Erfolge feiern als Teil der Unternehmenskultur 130
Jeder hat ein Mitspracherecht - Der demokratisch gewählte Chef 134
Als mein Fundament zu wackeln begann - Selbstführung im hierarchiefreien Unternehmen 136
Frühstück beim Bäcker und der Frauenverwöhntag - Was Mitarbeiterwertschätzung bewirkt 139
Die Mystery Shopperin - Wir verkaufen unvergessliche Lebenszeit 143
"Ich helfe dir, wenn auch du mir hilfst" - Das Motto der Zukunft 145

6 Die Wir-Kultur - Wir machen uns gemeinsam auf den Weg 148
Disruption der Arbeitswelt - Wie aus Veränderungen Visionen entstehen 148
Fischschwärme haben auch keinen Vorsitzenden - Teamintelligenz 154
Mit Liebe und Wertschätzung - Das Geheimnis erfolgreicher Teamarbeit 156
"Toll, Ein Anderer Macht's"? - Warum Teamarbeit doch mehr sein kann als Gruppenfaulheit 160
Hierarchie Zero - Das umgedrehte Organigramm 164
Wenn David nicht mehr mit Goliath mithält - Nicht nach den Regeln des Stärkeren 169
Hilfe, das Bürokratie-Monster kommt - Was Verhinderungspolitik mit Veränderungspotenzialen macht 171
Held der Herzen - Wie wir sinnvolles Handeln würdigen 176

7 Die Entfaltung - Als unsere Ideen plötzlich aus dem Herzen kamen 180
Stelle den Zweiten ein, wenn du den Dritten brauchst - Wie wir ohne weitere Mitarbeiter noch besser arbeiten 180
Vom abgelehnten Auszubildenden zur Geschäftsführerin - Nancys Transformation 183
Unser Motto "Glücklich sein" - Glück als Unternehmensprinzip 185
Der Wohlfühlfaktor - Warum die Trennung von Arbeit und Freizeit eine Illusion ist 187
Gibt dir das Leben Saures, mach Limonade daraus - Antifragilität 193

8 Die bedeutsame Firma - Warum wir sinnvoll werden müssen 199
Felix - Wie wir besondere Mitarbeiter besonders fördern 199Der Brief an die Zukunft - Warum wir jetzt schon stolz sein können 203
Der Sinn - Was haben andere davon, dass es mich gibt? 205
Der Kern ist die Liebe - Auf welcher Grundlage Organisationen wirklich funktionieren 208
Vertrauen ist gut ... - und ohne Kontrolle sogar besser 211
Die Würde des Mitarbeiters ist unantastbar - Was
Leseprobe
A oder B? - Warum wir radikale Entscheidungen brauchen
Genau in dem Moment, in dem in meinem Unternehmerleben alles top erfolgreich schien, hat fast die Hälfte meiner Leute das Unternehmen verlassen. Da Offenheit und Ehrlichkeit zu meinen wichtigsten Grundwerten zählen, für die ich stehe, will ich hier über eine krisenhafte Entwicklung in meiner Firma sprechen, die in jedem Unternehmen vorkommen kann, das nicht stillsteht, auch wenn darüber niemand spricht. Dieses Kapitel soll Mut machen. Auch für Zeiten, in denen es gerade nicht so gut läuft. Wie bei mir damals. Mir ist noch immer jede einzelne Minute des 8. Dezember 2013 präsent:
"A oder B", denke ich wieder und wieder, heute früh auf dem Weg zum Büro, und ich grabe meine Hände tiefer in die Daunenjacke. Kurz vor acht schließe ich die Tür zu den Büroräumen der Fahrschule auf. Gleich werden die beiden kommen. Es gibt einen einzigen Programmpunkt auf meiner Agenda an diesem 8. Dezember 2013: Jahreszielplanung mit meinen zwei Geschäftsführern. Punkt acht geht die Tür auf, und die beiden stehen hintereinander im Türrahmen. Mit ihnen weht die kalte Luft von draußen herein.M. und G. setzen sich mir gegenüber an den Konferenztisch, M. ein wenig seitlich abgewandt, G. guckt neutral. Ich bin nicht der Typ für lange Einführungen, und die beiden sind ohnehin auf meine "A oder B"-Frage vorbereitet. Jetzt stelle ich die Frage:
"Jungs, ich muss euch diese Frage stellen. M., ich frage dich: A - bist du weiterhin voller Leidenschaft mit Feuer und Flamme für die Firma da? Kämpfst du weiter Seite an Seite mit mir? Oder, B - willst du nicht mehr mit mir weitergehen und wünschst dir einen würdevollen Abgang?" Dieselbe Frage richte ich an G: "A oder B?" Und ich setze nochmal nach, wobei die Worte nur schwer über die Lippen kommen:
"Ich meine wirklich A oder B. Dazwischen gibt es für mich nichts. Kein 'Ich weiß nicht so recht ...', ich will eine klare Entscheidung. Ihr wisst, was B für uns alle bedeuten würde. Und trotzdem: Klarheit ist mir jetzt wichtiger, als dass jemand von euch bleibt."
Beide sagen "B".
Um 8:10 Uhr hat eine meiner Firmen, die Fischer Academy, ein Fahrschulunternehmen mit 22 Mitarbeitern, keine Geschäftsführung mehr. Um 17 Uhr ist das gesamte Team versammelt. "Leute, wir haben keine Geschäftsführer mehr. Und für die Variante B habe ich keinen Plan B."
Es gibt Tränen, Aufregung, Bestürzung, Angst. Zwei weitere Mitarbeiter stehen auf, weil sie ebenfalls "B" sagen. Der eine will sich beruflich komplett neu orientieren, der andere will seinen Traum leben und die Welt bereisen. Der nächste Tag kommt, der übernächste auch, und innerhalb einer Woche sind noch weitere vier Mitarbeiter gegangen.
Als ich in diesen Tagen gegen Jahresende, in denen ich traditionell das zurückliegende Jahr Revue passieren lasse, meine Chronik bei Facebook durchgehe, finde ich dort viele neue Höhepunkte meines Unternehmerlebens: ...